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Wolfgang Rosenkötter


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On 30.07.2020
Last modified:30.07.2020

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Dann eine Reihe gebückter Rücken und eine Holzhütte. Ich bekam einen Kollegen zugeteilt und wir mussten mit einem Spaten in einem Graben Torfstücke ausstechen und sie zu einem Haufen am Grabenrand aufschichten.

Noch nie hatte ich so eine schwere Arbeit leisten müssen und schon nach einer halben Stunde konnte ich nicht mehr.

Mit vier dieser Fahrzeuge ging es wieder zum Haus zurück. Ausziehen, Waschen und das Anziehen der Freizeitkleidung erfolgten bei mir wie in Trance.

Ich konnte mich kaum noch bewegen. Breitbeinig, die Reitpeitsche in der Hand, stand er mit einem bösen Grinsen im Raum. Wir mussten in Hocke hintereinander im Gänsemarsch um den Tisch laufen.

Nach ein paar Schritten kam ich hoch, weil ich nicht mehr konnte. Ich biss die Zähne zusammen und machte weiter. Wie ich das Abendbrot und den Weg ins Bett geschafft habe, wusste ich nicht mehr.

Aber als ich ins Bett fiel wusste ich: Ich war tatsächlich im Vorhof zur Hölle angekommen. Dieser Beitrag von rd.

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In Deutschland wurde der Ort lange als "Endstation" bezeichnet. Wer hierherkam, hatte meist schon eine Heimgeschichte hinter sich. Rosenkötter hatte das Personal anderer Heime vom "Vorhof zur Hölle" reden hören.

Der Leiter wurde Hausvater genannt. Wer den rund 40 Jungen dort zu sanft gegenüber auftrat, musste gehen. Von dem Heimgelände ist heute nur noch der "Moorhort" übrig.

Ein Mahnmal. Rosenkötter geht auf das gelbe Haus zu. Als Leiter der Gedenkstätte hat er immer Zugang. Er steigt ein paar provisorische Gitterstufen hinauf, schiebt den Schlüssel ins Schloss und öffnet die Tür.

Selbst das wenige Licht wirkt wie ein Eindringling in der Aufenthaltshalle. Die Stühle stehen umgedreht auf massiven Holztischen, die Wände sind gräulich-gelb, gegenüber der Eingangstür hängt ein dunkles Holzkreuz.

In der Mitte des Raums - ein Billardtisch. Nicht mit seiner Frau, nicht mit seinem Sohn. Sein zweites Leben war einsam.

Kinder sollten durch körperliche Arbeit und Züchtigung Gehorsam lernen, so lehrte es die schwarze Pädagogik, die von Kriegsende bis in die Siebzigerjahre gelebt wurde.

Richtig ist aber auch, dass Torf eine wichtige Einnahmequelle für die Diakonie war. Stachen ihn, wuchteten ihn auf die Lore, einen handbetriebenen Schienenwagen.

Die ersten drei Monate trugen sie Holzbotten, Stiefel aus Holz, so schwer, dass an weglaufen nicht zu denken war.

Erst im dritten Monat gab es Gummistiefel. Zweimal hielt er es nicht aus und lief weg. Er zeigte dem Vater die Striemen auf dem Rücken, flehte ihn an, ihn nicht zurückzuschicken.

Der Vater glaubte: Die Kirche tut nichts Böses. Rosenkötter steigt die Treppe hinunter zum Keller, in die Waschräume. Die Fenster sind vergittert, auf einer angegrauten Kacheltrennwand stehen Zahnputzbecher.

Feine Spinnweben spannen sich zwischen den Zahnbürsten. Es sind Filmrequisiten, dem Original nachempfunden.

Kollektivstrafen führten zur Spaltung der Jugendlichen, der Täter wurde im Nachhinein von der Gruppe bestraft. Rosenkötter hat bis heute niemanden, den er Freund nennt.

Er studierte Sozialwissenschaften, lernte dabei seine spätere Ehefrau kennen, lebte ein Leben, wie es seiner Meinung nach von ihm erwartet wurde.

Richtig miteinander reden konnten wir nicht. Seine Stimme hallt nach in der Dunkelheit. Er räuspert sich, legt die gepflegten Hände zusammen und geht zur Treppe.

Im zweiten Stock befindet sich ein Schlafsaal. Die Wände sind in intensivstationgrün gestrichen. Die Tür zum Gang war nachts abgesperrt. Für die Jugendlichen gab es keinen Rückzugsort, keine Sicherheit.

Nichts, was Rosenkötter sein Eigentum nennen konnte. Heute nennt er das "Entpersönlichung". Immer wieder versuchte er später seinen eigenen Wert zu beweisen.

Am meisten wohl sich selbst. Schicke Anzüge, das neue Auto. Irgendwann ging alles schief. Er verdiente bei der Krankenkasse als Berater viel Geld, warf es aber "mit beiden Händen wieder raus", sagt er.

Kurz darauf scheiterte die Ehe. Sein Sohn gebe ihm bis heute die Schuld daran, sagt Rosenkötter. Im Treppenhaus deutet er die Stufen hinauf in den dritten Stock: "Dahin komm' ich nicht mit".

Abgeschieden in der Abgeschiedenheit.

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Es waren die 68er, die zeigten, was damals in den Heimen wirklich geschah. Damals hatten weder das Diakonische Werk noch die Caritas oder die staatlichen Heime ein Schuldbewusstsein.

Die Erziehungsmethoden waren damals geprägt von der Ansicht, alles was Kinder eigentlich lernen müssten ist bedingungsloser Gehorsam.

Aber sie wollen es nicht lernen. Deshalb müsse man ihnen ihren Eigensinn früh und gründlich austreiben.

Dieser alte Glaube, dass die Gewalt gegen Kinder keine Folgen hat und sie nur stark macht, ist der schrecklichste Irrglauben mit den schrecklichsten Folgen für das Leben.

In Deutschland wurde der Ort lange als "Endstation" bezeichnet. Wer hierherkam, hatte meist schon eine Heimgeschichte hinter sich. Rosenkötter hatte das Personal anderer Heime vom "Vorhof zur Hölle" reden hören.

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Er steigt ein paar provisorische Gitterstufen hinauf, schiebt den Schlüssel ins Schloss und öffnet die Tür.

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In der Mitte des Raums - ein Billardtisch. Nicht mit seiner Frau, nicht mit seinem Sohn. Sein zweites Leben war einsam.

Kinder sollten durch körperliche Arbeit und Züchtigung Gehorsam lernen, so lehrte es die schwarze Pädagogik, die von Kriegsende bis in die Siebzigerjahre gelebt wurde.

Richtig ist aber auch, dass Torf eine wichtige Einnahmequelle für die Diakonie war. Stachen ihn, wuchteten ihn auf die Lore, einen handbetriebenen Schienenwagen.

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Rosenkötter hat bis heute niemanden, den er Freund nennt. Er studierte Sozialwissenschaften, lernte dabei seine spätere Ehefrau kennen, lebte ein Leben, wie es seiner Meinung nach von ihm erwartet wurde.

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Später erfuhr ich, dass immer ein Bruder in der Nacht auf uns aufpassen musste. Sie machten alle einen grimmigen und unnahbaren Eindruck und erzeugten weitere Angst bei mir.

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Ausziehen, Waschen und das Anziehen der Freizeitkleidung erfolgten bei mir wie in Trance. Ich konnte mich kaum noch bewegen.

Breitbeinig, die Reitpeitsche in der Hand, stand er mit einem bösen Grinsen im Raum. Wir mussten in Hocke hintereinander im Gänsemarsch um den Tisch laufen.

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Aber als ich ins Bett fiel wusste ich: Ich war tatsächlich im Vorhof zur Hölle angekommen. Dieser Beitrag von rd.

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1 Kommentar

  1. Kigataxe

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  2. Duhn

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